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Tilff - Schloß Brunsode

Spezifische Informationen

Info: Zu Zeiten des viereckigen Turms

Die Familie Brunsode, die ersten Bewohner des Turms ?

Der Ausdruck "Brunsode", der noch auf den heutigen Plänen des Dorfes zu finden ist, ist der Name der ersten Bewohner des Turms. 1314 findet man einen Willelmo de Brunshorne, Domherr von St-Lambert in Lüttich. 1377 und 1383 weiß man von einem Wilhelmus de Brunishorne, Domherr von St-Jean in Lüttich.

Die Linie von Gilles de Ruve

Eine wichtige Persönlichkeit erscheint 1452 : Gilles de Ruyff oder de Ruve, auch von Brialmont genannt.  Ab 1436 gehörte er als Schöffe zum Gerichtshof von Tilff und wurde am 24. Dezember 1445 Bürgermeister. 1446 kaufte er Brialmont und 1452 wurde er der Besitzer von Brunsode.

Jean von Seraing ist der Letzte aus der Linie Gilles de Ruve der im Besitz des Schloßes war und es wurde am 2. Juli 1652 zum ersten Mal nach 2 Jahrhunderten wieder verkauft.

HERMAN VON BERINGHEN, der Bahnbrecher

Auch wenn er keine Rolle in der Geschichte von Tilff gespielt hat, ist er doch die wichtigste Persönlichkeit in der Geschichte des Schloßes Brunsode.

Herman von Beringhen heiratete zwei Mal und seine beiden Ehefrauen integrierten ihn in die angesehensten Familien der Geschäfts- und Finanzwelt. Aus dieser Zeit stammen auch die Arbeiten und Änderungen auf dem Schloß, damit es so wohnlich wie möglich war.

Herman de Beringhen soll den Turm abgerissen haben und liess zwei Pavillons rechts und links vom Eingang hinzubauen um so diese Art U-Form au erhalten.

Herman von Beringhen starb am 15. August 1671 und wurde in Tilff beerdigt. Sein Grabstein befindet sich im linken Seitenschiff der heutigen Kirche.
 
BRUNSODE zur « herrlichen » Zeit

Die Ära der von Beringhen dauerte nur 24 Jahre, dann fiel das Schloss 39 Jahre lang in die Hände der Familie du Moulin

Nach der Hälfte des 18. Jahrhunderts schreibt Saumery die « Délices du Pais de Liège". Die Gravierungen seines Illustrators Remacle Le Loup geben zum ersten Mal eine gute Darstellung des Schlosses wieder.

Der Domherr du Moulin verlässt Tilff und kehrt in sein Familienhaus in « Hors-Château » in Lüttich zurück, gemeinsam mit seinem Bruder, der Gerichtsschreiben und selber auch Junggeselle ist.

Am 27. März 1767 setzen die beiden Brüder ihr Testament auf, in dem sie ihr gesamtes Gut Marie-Françoise-Josèphe vermachen..

Zufällig trifft Marie-Françoise-Josèphe in einem Ursulinenkloster auf Marie-Marguerite-Josèphe de Piette, ein Waisenmädchen die ungefähr 7 oder 8 Jahre älter als sie selber war. Eine tiefe Freundschaft entstand zwischen den beiden Mädchen. Am 6. August 1770 schreibt Marie-Françoise ihr Testament in dem sie das Schloss Brunsode, das Haus in « Hors-Château » und ihre anderen Sachen ihrer Freundin hinterlässt.

Die Familie der Verstorbenen fechtet direkt nach ihrem Tod am 8. November 1771 das Testament aber das Gericht entscheidet am 30. Mai 1772das dem Willen der Verstorbenen stattgegeben wird.

Nach 39 Jahren in den Händen der Familie du Moulin ändert das Gebiet Brunsode noch einmal die Richtung..

Noch eine Veränderung am Gebiet  

Marie-Marguerite-Josèphe de Piette ist 40 Jahre alt als sie ihr Erbe antritt. 5 Jahre später, am 7. August 1776 heiratet sie den Ritter Lambert de Planchar.

Die Gesundheit des Ritters machte seiner Umgebung einige Sorgen, und sein Bruder begann ab diesem Moment Intrigen gegen seine Schwägerin zu spinnen, um einmal alles zu erben. Aber Marie-Marguerite machte ihm einen Strich durch die Rechnung und hinterließ alles Marie-Laurence Fabry, Witwe von Hubert Malherbe.

1805 - 1826 : Die  Klammer MALHERBE

Das Bewohnen des Schlosses Brunsode durch die Familie Malherbe am Anfang des 19. Jahrhunderts schreibt sich eher wie eine Klammer in die Geschichte. Es handelte sich nicht nur um einen kurzen Zeitraum sonders es endet auch mit einem weiteren Verkauf des Gebiets Brunsode. Am 31. März 1826 wird das Schloß an Alexandre-Sébastien de Spirlet verkauft. Zu diesem Zeitpunkt umfasst das Gebiet ungefähr 16,5 ha, was keine große Veränderung zu 1652 aufweist.

Die Erben der Familie DE THIER finden BRUNSODE

Der neue Käufer des Schloßes ist mit Guillemine-Catherine-Josèphe de Thier verheiratet, die die Enkelin der Familie de Thier-du-Moulinist, die im Jahre 1771 das Testament von Marie-Françoise Josèphe du Moulin angefochten hatte.

Am 8. März 1852 kauft Jeanne-Idalie de Spirlet ihren fünf Brüdern und Schwester deren Anteile am Gebiet von Tilff ab. Seit 1826 hat das Gebiet sich vergrössert, es umfasst nun 26,89 ha und 35 ca.

Das Schloß "DE SAUVAGE" : 1852 -1910

Jeanne de Spirlet heiratete den Ritter Adolphe de Sauvage und die Familie bewohnt das Schloß während der gesamten zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und den Anfang des 20. Jahrhunderts und nimmt stark am Dorfleben teil.

Adolphe de Sauvage ist der Pate des am 26. April 1875 restaurierten Glocke der gerade wiederaufgebauten Kirche.

Paul de Sauvage, der älteste Sohn der Familie erbte am 20. Juli 1899 das Gebiet und war Bürgermeister von Tilff von Februar 1904 bis zu seinem Tode am 5. Februar 1909. Eine Strasse im Ort wurde nach ihm benannt.

Es liegt sicher an der Teilnahme der Familie am Dorfleben, das die Tilffer die Angewohnheit hatten, vom « Schloß de Sauvage » zu sprechen.

Seine Witwe Léonie Nagelmackers  und ihre Tochter Jeanne verkauften das Gebiet am 11. Oktober 1910 an Edmond Lieutenant.

EDMOND LIEUTENANT, Erneuerer des Gebiets

Edmond Lieutenant hat mit seiner modernen aktiven Art viele Veränderungen in das Schloß gebracht. Seine Familie besaß ausserdem noch das Schloß « de Villers » in Bilstain. Die Familie nahm auch lebhaft am Dorfleben teil und bezahlte viel aus der eigenen Tasche und mit ihrer Arbeit.

"... Wie seine Vorgänger schenkte der neue Besitzer viele Preise für das Pferderennen von Tilff. ... Bei den Konzerten am Kiosk von Saucy nahm die Familie im Garten des Schloßes Platz. Die Hausdiener des Schloßes brachten den Musikern so viel Wei wie sie wollten".

"... An Nikolaus erhielten die Kinder aller Schulen in Tilff und Méry im Schloß eine große Tüte mit Süßigkeiten. Am Dienstag des Dorffestes bekam jedes Kind in der Schule 4 Freifahrten auf dem Karusel vom Schloßherren geschenkt.“
 
Nach dem Tod des Schloßherren verlässt seine Witwe Anne-Justine Hauzeur Tilff und zieht nach Huy. Am 30. Dezember 1929 verkauft sie das Schloß und andere Grundstücke am linken Ourtheufer in Tilff an die Imobiliengesellschaft Bernheim.

Der Untergang von BRUNSODE

Die Immobiliengesellschaft Bemheim beschloß das Gebiet zu teilen und verkaufte das Schloß und die Orangerie an die Dame Fréson, Tochter von Emile Fréson und Ehefrau von Maurice Devigné. Der Bauernhof und der größte Teil des Parks blieb in den Händen der Gesellschaft Bernheim.

Durch die Bebombung von Tilff im Jahre 1944 wurde das Haus stark beschädigt und nicht repariert und blieb daher lange unbewohnt und endete so im Laufe der Jahre als Ruine.

BRUNSODE gehört zum Öffentlichen Erbgut

Die Gemeindeautoritäten hatten genug davon ein so wichtiges Erbgut, daß bei den Tilffern einen wichtigen Platz einnahm, so zerstört zu sehen und suchten nach Möglichkeiten das Gebiet zu retten.

Am 23. Dezember 1954 kauft die Gemeinde Tilff die Gebäude und die Grundstücke von der Gesellschaft Bernheim. Der Kindergarten und die Bibliothek wurden auf den neugekauften Grundstücken gebaut.

Nach langen Verhandlungen mit der Familie Devigné wurde schließlich am 10. Januar 1972 auch das Schloß gekauft. Die Gemeindeverwaltung wollte sich damals im Schloß niederlassen. Die Renovierungsarbeiten begannen im Jahre 1975 aber das Gesetz Michel zur Zusammenführung der Gemeinden ließ den Traum eines neu im Glanz strahlenden Schloßes noch einmal zerbrechen und ließ erneut Platz für den Verfall und die Zerstörung des Gebäudes.

Erst 1998 werden das Erdgeschoß und die Keller des Schloßes ausgebaut und renoviert und werden lokalen Vereinen oder Einzelpersonen zur Organisation verschiedener Aktivitäten angeboten.

Der Park wurde auch neu angelegt und mit einem Teich verziert. Die indirekte Bestrahlung zeigt nachts die Schönheit der Architektur des Gebäudes

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