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Erbgut - Schifffahrt auf der Ourthe

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Bereits vor dem Projekt der Kanalisaton der Ourthe, wurden Tilff und Méry bereits stark befahren. Schon am Ende des 16. Jahrhunderts stellte man den Schiffern aus Tilff in Lüttich einen Ladehafen zur Verfügung.

Holz, Eisen und Kalk waren die meist transportierten Waren, auf flachen Booten, ungefähr 20 m lang, 2 m breit und 85 cm tief. Das Boot mit einem Ladevermögen von max. 7 Tonnen wurde « bètchète » genannt. Wegen der schmalen Form passte es gut durch enge Wege und Dämme. Die Boote wurden von Pferden gezogen, manchmal auch von Menschen !

Im Jahre 1825 gab die Niederländische Firma "Société Générale des Pays-Bas » den Auftrag einen Kanal zwischen Maas und Rhein zu graben, über die Ourthe, die Sure und die Mosel. Das Projekt wurde vom Belgischen Ingenieur Remy de Puydt geplant und verlangte die Anlegen von 263 km Wasserwegen, den Bau von 215 Schleusen für 60 Tonnen schwere Schiffe und die Sprengung von Tunneln. 1827 begannen die Arbeiten, die der Gesellschaft "Société du Luxembourg" übergeben worden waren, auf der Höhe des Zusammenflusses der Ourthe mit der Maas in Angleur bis Barvaux. Der Bau ging ohne Unterbrechung bis 1832 vorran, dann wurde noch einmal von 1836 bis 1837 gebaut und schlussendlich wurde das Projekt eingestellt, obwohl die Arbeiten bereits gut vorangeschritten waren und die 16 Schleusenhäuser bereits fertig waren.

Trotz des Erfolges der Eisenbahnlinie, die 1835 eröffnet wurde, ließ das Ministerium für Bauarbeiten 1838 die Studie für die Kanalisierung der Ourthe wieder aufnehmen. Im Juni 1846 erklärte sich die Firma "Grande Compagnie du Luxembourg" bereit die Kanalisierung bis nach La Roche fertigzustellen. Im Gegensatz zum ersten Projekt, das eine komplette Kanalisierung der Ourthe vorsah,  wollte das neue Projekt kleine Seitenkanäle anlegen,mit den dazugehörenden Schleusen. Das neue Stück Rivage-en-Pot  bis Chênée wurde 1854 fertiggestellt, das Stück Chênée - Pont de Scay in Comblain-au-Pont im Jahre 1857. Die meisten Schleusenhäuser der Holländischen Periode waren alle nach denselben Plänen gebaut, aber im Laufe der Zeit wurden sie abgerissen oder komplett umgebaut.

Die Anlegung des Flußes zwischen Angleur und Comblain-au-Pont benötigte den Bau von 11 Staudämmen, 17 Schleusen und Schleusenhäuser, die alle ihren eigenen Stil haben. Dank dieser Arbeiten konnt man 5 Tonnen schwere Boote benutzen, die bereits auf der Maas fuhren. Diese Boote nannte man "hèrna", "ponton d'Oùte" der "Mignolle".

Stromaufwärts von Esneux wird der Kanal seit 1917 nicht mehr genutzt, aber zwischen Angleur und Tilff wurde er noch während des Zweiten Weltkriegs befahren.

Das Schleusenhaus n°7, auch Male Eau genannt, in Tilff steht auf der Denkmalliste.

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